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Lebensfragen - Heidrun Dolde

Bleiben oder geh'n? Eine Lebensentscheidung.
© Heidrun Dolde
2010

Zusamm'n gelebt, nie echt verstanden
die Hoffnungen und Träume, sie schwanden
So flach wurde die Lebensbahn
Warum tut man sich das nur an?

Ist man zu bequem, sich aufzuraffen?
Streckt aus Mutlosigkeit die Waffen?
Weil unklar ist die Zukunft dann
mit neuer Frau, mit neuem Mann?

Irgendwann ist man so weit,
gesteht dem andern: "Meine Zeit
ist mir zu teuer, denn sie schwindet
Ertrag es nicht mehr, was mich bindet!"

Und wie aus einem Schlaf erwacht
wird es um den and'ren Nacht
Was jahrelang so lief dahin
macht plötzlich einen neuen Sinn

Nun sieht er denn, was er verliert
und fühlt sich reichlich abserviert
Und trotz des Lebens Einerlei
will er nicht sehn: es ist vorbei

Die Qual ist groß für beide Seiten
verdient der and're diese Leiden
die man ihm zufügt? Sicher nicht.
Raubt ihm ja alle Zuversicht.

Das Hin und Her, es ist so schwer
weil die Verantwortung drückt sehr
für den, der keinen Sinn mehr sieht
und nur noch denkt an Suizid

Der and're liebt, und doch: man geht
weil irgendwann man dann versteht
dass man sich selbst der Nächste ist
und leben will, was man vermisst

Doch kann's auch sein, dass man aufgibt
beim andern bleibt, der derart liebt
Die Frage ist: Dies Los, wie wird es plagen?
Kann man SEIN Leb'n dann noch ertragen?


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